TL;DR
Sechzehn Stunden für jeden Arbeitgeber, zwei Module, bis 24. Mai 2027. Auffrischung von sechs Stunden alle fünf Jahre. Der Kurs für Vorgesetzte steigt von acht auf zwölf Stunden und muss in Präsenz stattfinden.
Warum das eine neue Zeile ist und keine Aktualisierung
Bisher erschien der Arbeitgeber in der Schulung unter zwei Bedingungen: wenn er die Aufgaben des Präventionsdienstes selbst übernahm — der Kurs nach Art. 34, der eine Minderheit der Betriebe betrifft — oder als Beschäftigter, wo er es faktisch war. Ein Arbeitgeber, der einen externen Arbeitsschutzleiter bestellt hatte, hatte keinen eigenen Weg. Die Vereinbarung vom 17. April 2025, veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 119 vom 24. Mai 2025, führt einen für alle ein: sechzehn Stunden, zwei Module, eines rechtlich, eines zu Organisation und Management des Arbeitsschutzes.
Ein Datum, keine Periodizität
Das ist die Unterscheidung, an der die Rechnung scheitert. Alle anderen Zeilen eines Fristenplans gehen vom Nachweisdatum aus und zählen Monate: fünf Jahre ab der tätigkeitsbezogenen Unterweisung, zwei ab dem Kurs für Vorgesetzte. Diese nicht: es ist eine einzige Frist, der 24. Mai 2027, für alle gleich und unabhängig davon, wann man beginnt. Wer die Frist rückwärts vom letzten Nachweis berechnet, erhält ein Datum ohne Bedeutung. Nach dem ersten Kurs wird die Auffrischung wieder eine Periodizität: sechs Stunden alle fünf Jahre.
- Sechzehn Stunden, in Präsenz, per Videokonferenz oder als E-Learning.
- Auffrischung von sechs Stunden im Fünfjahresrhythmus.
- Der Kurs für Vorgesetzte steigt von acht auf zwölf Stunden, verpflichtend in Präsenz, mit zweijähriger Auffrischung.
- Die Frist 24. Mai 2027 läuft ab der amtlichen Veröffentlichung, nicht ab Amtsantritt.
Wo der Fehler steckt
In vielen Systemen ist die Rolle «Arbeitgeber» mit dem Kurs nach Art. 34 verknüpft. Eine nachvollziehbare Abkürzung — das waren die einzigen Arbeitgeber mit Schulungspflicht — und sie ist zum falschen Negativ geworden: der Arbeitgeber, der nicht Arbeitsschutzleiter ist, erscheint als in Ordnung, weil nichts von ihm verlangt wird. Er taucht in keiner Lücke und in keiner Frist auf, und das Dashboard zeigt genau dort Grün, wo das Dringendste liegt.
Es lohnt sich, das jetzt bei jedem Mandanten zu prüfen und nicht 2027: sechzehn Stunden für eine Person lassen sich in einer Woche organisieren, sechzehn Stunden für zwanzig Arbeitgeber alle im März 2027 nicht. Es ist die Art Frist, die kein Symptom erzeugt, bis es zu spät ist.
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